Reaktion auf eine xV-Rede

Eine studentische Verbindung in Erlangen hat als Reaktion auf eine unserer Reden, die bei der Demo am 30.10 gehalten wurde, versucht einige unserer Argumente zu widerlegen. Jedoch sind alle Inhalte der Reden nachweislich belegt. Wir haben die Beweise in unserer Rede nicht angeführt, weil das den Rahmen gesprengt und nicht dem Charakter einer Rede entsprochen hätte.

Bericht des „Themen- und Aktionswochenendes gegen studentische Verbindungen“

Aktionswochende in Erlangen
von: xV – Initiative gegen studentische Verbindungen und banda sinistra erlangen

Vom 29. bis zum 31.10. fand in Erlangen das „Themen – und Aktionswochenende gegen Studentenverbindungen“ statt. Neben einer Demo am Samstag fanden verschiedene Vorträge und Konzerte statt. Im gesamten sind die Organisator_innen zufrieden. Eine Rückschau:

Als Auftaktveranstaltung fand am Freitag im IG-Metallsaal der Vortrag von Dr. Alexandra Kurth über „Studentische Verbindungen als Männerbünde – Werte, Politikvorstellungen, Menschenbilder“ statt, die mit über 70 Teilnehmer_innen sehr gut besucht war. Im Vortrag und der anschließenden Diskussion wurden interessante Details zu Tage gefördert. So waren sich die Teilnehmer_innen darüber einig, dass die Gießener Verbindung, die sich selbst auflösen konnte, das einzig Richtige getan hat. Augenmerk wurde auch auf die stärker werdenden Schülerverbindungen gelegt und es wurde festgehalten, dass sich damit in Zukunft mehr beschäftigt werden müsse.
Beim anschließenden Konzert von Sookee (HipHop aus Berlin) fanden sich noch einige Zuspätkommer_innen ein und ließen gemeinsam bei guter Stimmung den Abend ausklingen (oder den Morgen anklingen).

Am nächsten Morgen gab es für alle, die in Erlangen geblieben waren und die, die rechtzeitig zur Demo anreisten, Frühstück. Danach wurde zur Demo aufgebrochen, die sich bei bestem Wetter um 14 Uhr in der Innenstadt versammelte. Um die 200 Personen zogen dann an zehn der 20 in Erlangen ansässigen Verbindungen vorbei. Genau wie die Anwohner_innen und Passant_innen wurden sie vom Lautsprecherwagen und über Flyer über deren Machenschaften und Ideologie aufgeklärt. Eine der Zwischenkundgebungen fand vor der bundesweit bekannten und als neonazistisch geltenden Burschenschaft Frankonia statt. Entgegen deren Ankündigungen scheint diesen aber der Spaß an der Betrachtung der Demo vergangen zu sein – oder blieb die Weißwurst doch im Hals stecken?
Abends fand ein vielseitiges Konzert statt. Es spielten König Dezember, Todeskommando Atomsturm und Humankapital und sorgten bis weit in den Abend für gute Stimmung.

Der Sonntag begann wieder mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach hielt Jörg Kronauer, freier Publizist und Journalist aus Köln, einen Vortrag über „studentische Verbindungen und die extreme Rechte“. Ebenfalls sehr gut besucht riefen die Inputs über den Thomasbummel in Nürnberg (am 3. Advent) und dem Treffen der Akademikerverbände in Frankfurt zu weiterem Vorgehen gegen studentische Verbindungen auf.

Wir als die Organisator_innen wollen uns bei Allen bedanken, die durch ihre Unterstützung und Teilnahme dieses Wochenende in dieser Form überhaupt erst möglich gemacht haben und wollen dazu aufrufen, das Thema Studentenverbindungen weiter auf der Agenda zu halten.

Bundesweit erachten wir die an dem Wochenende in Anfängen geschehene Vernetzung und die Arbeit zu Schülerverbindungen als sehr wichtig und freuen uns über Ideen, Unterstützung und Kritik.

Resümee

Es hat uns gefreut, dass so viele Leute da waren und einige sogar weite Fahrten auf sich genommen haben! Aus unserer Sicht war das Wochenende auf jeden Fall ein großer Erfolg.
Ein Bericht erscheint in den nächsten Tagen und wird wie der Vortrag von Jörg Kronauer hier veröffentlicht.
Bis dann!
euere xV

Reaktion auf Anti-Burschenschaftswochenende

Anscheinend fühlt sich die rechtsextreme Burschenschaft Frankonia durch das Themen- und Aktionswochenende „studentische Verbindungen auflösen“ in Erlangen provoziert und lädt nun ihrerseits zu Gegenveranstaltungen ein.
Am 29. wird Manuel Ochsenreiter, der Chefredakteur der als rechts einzustufenden „deutschen Militärzeitschrift“, ein Referat zu dem Thema: „Die staatliche Alimentierung des linksextremen Milieus“ halten. Mit einem Weißwurstfrühstück am 30.10. wollen die Burschenschafter ihre Abneigung gegen „vegane Speisen“ und „geschlechtsneutrale Sit-ins“ zeigen. Doch eigentlich hoffen die Burschenschafter darauf einen Blick auf die Demo gegen studentische Verbindungen erhaschen zu können, die Demo wird direkt an ihrem Haus vorbeigehen. Allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich unter den Gästen der Frankonia Neonazis aus dem Umfeld des „freien Netz Süd“ befinden.
Wir lassen uns davon nicht einschüchtern und zeigen den Burschenschaftern wie lächerlich ihre Aktionen sind! Kommt alle zum Aktionswochenende gegen studentische Verbindungen!

Emanzipation statt elitärer Verbindungen!

Studentische Verbindungen – ins Stadtbild integriert?

Den interessanten Radiobeitrag „Studentenverbindungen – ins Stadtbild integriert?“ bei Radio Z über das Aktions- und Themenwochenende „studentische Verbindungen auflösen!“ findet ihr unter:

http://radio-z.net/de/politik-beitraege/themen/67149-studentische-verbindungen-ins-stadtbild-integriert.html